

Innovativer Klimaschutz in Bayern
Natura 2000 – Umsetzung im Schwäbischen Donaumoos
Das EFRE-Projekt (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) im Gundelfinger und Leipheimer Moos ist ein wegweisendes Naturschutzvorhaben zur Wiederherstellung wertvoller Moorlandschaften. Träger des Projekts ist die Regierung von Schwaben, die es mit Mitteln aus dem EFRE-Programm finanziert. Die ARGE Donaumoos setzt die Maßnahmen als ausführender Partner gemeinsam mit Landnutzern, Fachbehörden und Kommunen um.
Maßnahmen für den Moorschutz und den Erhalt von FFH-Lebensräumen
Das Gundelfinger und Leipheimer Moos ist ein europaweit bedeutendes FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) und Teil des Natura 2000-Netzwerks. Durch gezielte Maßnahmen wird dieser Naturraum ökologisch aufgewertet, um geschützte Lebensraumtypen und Zielarten zu fördern.
Wiedervernässung & Wasserstandsmanagement
Erhalt und Vernetzung von FFH-Lebensräumen
Angepasste Beweidung & Grünlandmanagement
Monitoring & Erfolgskontrolle
Öffentlichkeitsarbeit
Langfristiges Management für eine nachhaltige Entwicklung
Um die Erfolge des Projekts dauerhaft zu sichern, werden Managementstrukturen aufgebaut, die eine nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Flächen ermöglichen. Dazu gehören:
- Kooperationen mit Landwirten zur Entwicklung moorschonender Nutzungsformen
- Vernetzung mit wissenschaftlichen und naturschutzfachlichen Institutionen, um Erkenntnisse aus dem Monitoring in die Praxis umzusetzen
- Regelmäßige Evaluierung der Maßnahmen, um Anpassungen und Weiterentwicklungen zu ermöglichen
Durch diese Maßnahmen wird das Gundelfinger und Leipheimer Moos als wertvoller Naturraum langfristig erhalten. Das Projekt trägt aktiv zum Klimaschutz, zur Förderung der Artenvielfalt und zur nachhaltigen Landnutzung bei.
Aktuelles aus dem EFRE-Projekt
- 03. Juni 2026Laubfrösche und Kammmolche im Gundelfinger MoosErste Amphibienkartierungen im Gundelfinger Moos zeigen erfreuliche Ergebnisse: Besonders Laubfrosch und Kammmolch profitieren von den hohen Wasserständen der vergangenen Jahre. Das macht Hoffnung für die kommenden Generationen.
20. Mai 2026Neue Kartierung bestätigt Erfolge der WiedervernässungNeue Kartierung bestätigt den Erfolg der Wiedervernässung im Leipheimer Moos. Seltene Feuchtgebietsarten profitieren von den verbesserten Wasserständen, gleichzeitig bleiben viele typische Moorarten weiterhin stark gefährdet. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die nächsten Schritte im Moorschutz.
04. Mai 2026Weitere Mehlprimeln für das Leipheimer MoosMit viel Fingerspitzengefühl werden neue Mehlprimeln im Leipheimer Moos ausgepflanzt. Rund 100 Jungpflanzen stärken den letzten Bestand der seltenen Moorart in Schwaben.
08. April 2026Nachwuchs bei den Exmoorponies im Gundelfinger MoosIm Gundelfinger Moos wurde am 24.03. das Exmoorpony-Fohlen „Sudden“ geboren – eine Überraschung, da Mutterstute Smila (18) bisher als unfruchtbar galt. Die Tiere leisten durch Mischbeweidung mit Hochland-Rindern einen wichtigen Beitrag zum Moorschutz und zur Artenvielfalt.
09. März 2026Landwirte gesucht: Mitarbeit bei der Landschaftspflege im Schwäbischen DonaumoosDie ARGE Donaumoos sucht Landwirte für Landschaftspflege im Leipheimer und Gundelfinger Moos. Gesucht werden Betriebe für Mahd, Pflege von Feuchtflächen und Entbuschung. Vergütung erfolgt nach Maschinenringsätzen, langfristige Zusammenarbeit ist ausdrücklich gewünscht.
13. Februar 2026Vergabebekanntmachung gemäß § 30 UVgOIm Rahmen des EFRE-Projekts erfolgt die Beauftragung eines einjährigen Vegetationsmonitorings im Gundelfinger Moos. Erfasst werden Wuchsorte seltener Arten sowie bestehende und neue Dauerbeobachtungsflächen als Grundlage für Wiedervernässung und Erfolgskontrolle.
17. November 2025Weidegemeinschaft Donaumoos erhält StaatspreisDie Weidegemeinschaft Donaumoos wurde als „Naturschutzpartner Landwirtschaft 2025“ ausgezeichnet. Die jungen Betriebe zeigen, wie Beweidung auf wiedervernässten Moorflächen gelingt – ökologisch wertvoll, landwirtschaftlich nutzbar und getragen von starker regionaler Zusammenarbeit. (Bildquelle: StMUV)
05. November 2025ANL Jahrestag der Beweidung 2025 - Teil 2Nach dem großen Interesse am ersten Termin Ende September fand am 5. November im Leipheimer Zehntstadel eine zweite Auflage des „Jahrestags der Beweidung“ statt. Neue Vorträge und eine Exkursion ins Leipheimer Moos zeigten, wie Beweidung auf nassen Flächen zum Moorschutz beiträgt – ein eindrucksvolles Beispiel für gelebten Naturschutz in unserer Heimat.
30. Oktober 2025Rekord bei der Libellenkartierung – 41 Arten im Leipheimer MoosIm Leipheimer Moos wurden 2025 im Rahmen des EFRE-Projekts 41 Libellenarten nachgewiesen – darunter seltene wie die Sumpfheidelibelle und die Gefleckte Smaragdlibelle. Ihr Vorkommen zeigt: Die Wiedervernässung wirkt, die Lebensräume sind stabil. Das Leipheimer Moos entwickelt sich wieder zu einem wertvollen Rückzugsort für gefährdete Arten – ein Erfolg gemeinsamer Naturschutzarbeit.











