Moor- und Klimaschutz
Moore brauchen Wasser!
Dieser einfache Satz beschreibt das Wichtigste bei der Sanierung der Moore und gilt für ein Hoch- oder Regenmoor gleichermaßen wie für unser Nieder- oder Grundwassermoor.
Wird dem Moorkörper das Wasser entzogen, wird die wasserspeichernde Torfschicht unwiederbringlich zersetzt und Moorschwund setzt ein. Die Wiedervernässung kann diesen Prozess nicht zurückführen, sie kann ihn aber stoppen. Das Moor kann anschließend durch neuen Torfaufbau wieder wachsen, es regeneriert sich.
Und nur wachsende Moore sind lebendige Moore.
Daher sind die Hauptziele für unser Schwäbisches Donaumoos der Erhalt und die Entwicklung des Niedermoorkörpers
- vor allem durch Erhöhung des Wasserdargebotes und der Wasserretention für die Wiederherstellung eines moortypischen Wasserhaushaltes,
- Aufbau und Etablierung einer standortgerechten, naturschutzorientierten Nutzung,
- sowie Erhalt und Optimierung der floristisch und faunistisch wertvollen Feucht- und Trockenstandorte.
Denn aufgrund von Wasserstandsabsenkungen werden nicht nur die Torfböden der Niedermoore nicht wiederherstellbar zerstört, sondern mit dem Verlust intakter Moorböden verschwinden gleichzeitig die davon abhängigen Pflanzen und Tiere. Außerdem entweichen aus den trockengelegten Niedermoorböden klimawirksame Gase, wie z. B. Kohlendioxid (CO2), die den Klimawandel beschleunigen können.
Moorböden speichern große Mengen Kohlenstoff und sind unverzichtbar für den Klimaschutz und die Biodiversität. Die ARGE Donaumoos setzt sich aktiv für die Wiedervernässung von Mooren und den nachhaltigen Wasserhaushalt in Feuchtgebieten ein. Wir kombinieren wissenschaftlich fundierte Maßnahmen mit praktischer Umsetzung, um Moore als CO₂-Speicher und Lebensräume für seltene Arten zu erhalten und zu revitalisieren.
Unser Leistungsspektrum umfasst:
✔ Planung und Umsetzung von Wiedervernässungsmaßnahmen, um den Wasserhaushalt zu stabilisieren und die Klimawirkung von Mooren zu verbessern
✔ Hydrologische Konzepte zur Wasserrückhaltung, um Wasserverluste zu minimieren und Moore widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit zu machen
✔ Flächenmanagement und Monitoring, um den Erfolg der Maßnahmen langfristig zu sichern und die Entwicklung der Biodiversität zu dokumentieren
Durch die gezielte Wiedervernässung schaffen wir wertvolle Lebensräume für Wiesenbrüter, Amphibien und seltene Pflanzenarten. Gleichzeitig tragen wir aktiv zum Klimaschutz bei, indem wir die CO₂-Freisetzung aus trockengelegten Mooren reduzieren.
Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten der Wiedervernässung erfahren? Wir beraten Sie gerne!
Aktuelles zu Moor- und Klimaschutz
- 29. Mai 2026Aus dem Moor auf die Baustelle: ARGE Donaumoos testet Dämmplatten aus PaludibiomasseDie ARGE Donaumoos testet erfolgreich Dämmplatten aus Biomasse wiedervernässter Moorflächen. Ziel ist der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten, die Moorschutz, Landwirtschaft und nachhaltiges Bauen verbinden.
22. März 2026Weltwassertag: Wasser in der Landschaft haltenZum Weltwassertag betonen ARGE Donaumoos und Donautal-Aktiv die Bedeutung von Wasserrückhalt in der Landschaft. Moore wirken wie natürliche Speicher und stabilisieren Wasserstände. Ziel ist ein steuerbarer Umgang mit Wasser statt schneller Ableitung – für Klima, Landwirtschaft und Ökosysteme.
02. Juli 2025Wasser marsch – Nauleitung wieder in Betrieb genommenAm 2. Juli 2025 – dem bislang heißesten Tag des Jahres – hat die ARGE Donaumoos die Nauleitung in Betrieb genommen. Das Wasserrecht war im Mai 2024 ausgelaufen, die Verlängerung beantragt. Um den Moorschutz dennoch aufrechterhalten zu können, wurde eine behördliche Duldung ausgesprochen. Damit ist der Betrieb weiterhin möglich – ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz und den Erhalt der sensiblen Moorlebensräume.
30. Juni 2025Anna Koch erhält Umweltpreis 2025Mit ihrer Analyse zum Torfverlust und den Treibhausgaseffekten verschiedener Landnutzungen im Schwäbischen Donaumoos zeigt die ausgezeichnete Arbeit von Anna Koch, dass gezielte Wiedervernässung und Paludikultur jährlich über 40 000 t CO₂ einsparen können – ein starkes Signal in Zeiten anhaltender Hitze- und Trockenrekorde.
23. Juli 2024Wiedervernässung im Gundelfinger MoosEin neuer Anfang für das Gundelfinger Moos – Wiedervernässung und Flurneuordnung zum Schutz der Natur, des Klimas und zur Sicherung der Landwirtschaft
10. Juli 2024Nach dem Hochwasser: Auswirkungen auf die Tierwelt im Leipheimer MoosDas Hochwasser vor einem Monat hat im Landkreis enorme Schäden verursacht, aber auch unerwartete Effekte gezeigt. Besonders der Auwald entlang der Donau profitierte davon, da das Wasser für das Ökosystem essenziell ist. Die flexiblen Baumarten des Auwaldes können lange im Wasser stehen, während die Ausleitung des Wassers über unbewohnte Flächen den natürlichen Hochwasserschutz darstellt.
19. März 2024Millionenförderung für das Leipheimer Moos(Artikel GünzburgerZeitung) Der Moorschutz in Bayern soll weiter gestärkt werden. Rund acht Millionen Euro fließen in drei große neue Moorprojekte in Schwaben, darunter auch ins Leipheimer Moos. Das gab Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber am Montag in München bekannt.








