Anna Koch erhält Umweltpreis 2025
30. Juni 2025
Bei der feierlichen Preisverleihung im Umweltzentrum wurde Anna Koch für ihre herausragende Masterarbeit „Rekonstruktion von Torfmächtigkeiten in Abhängigkeit von der Landnutzung und deren Treibhausgasbilanzierung im Schwäbischen Donaumoos“ mit dem Umweltpreis des Bezirks Schwaben ausgezeichnet. Die ARGE Donaumoos gratuliert herzlich – und sieht in den Ergebnissen einen eindringlichen Aufruf zum Handeln.
Kernerkenntnisse der Arbeit
Torfverlust stoppen: Intensive Ackernutzung beschleunigt den Torfabbau auf bis zu 16 mm pro Jahr; extensives Grünland reduziert den Schwund deutlich.
Klimaschutzpotenzial nutzen: Wird nur die Hälfte der Ackerflächen wiedervernässt, sinken die jährlichen CO₂-Emissionen um mehr als 40 000 t. Eine vollständige Umstellung der Ackerflächen auf Paludikulturen macht das Gebiet sogar zur Netto-Senke.
Biodiversität stärken: Randzonen wiedervernässter Flächen im Leipheimer Moos verzeichnen eine besonders hohe Artenvielfalt – Naturschutz und Landwirtschaft können sich ergänzen.
2025 markiert erneut Hitzerekorde und drastische Trockenphasen. Wasser in der Landschaft zu halten ist daher keine Option mehr, sondern Pflicht – gerade im Moor, diesem „Sonderstandort“ mit einmaligem Speichervermögen für Kohlenstoff und Wasser. Boden ist unsere wichtigste Ressource; doch auch sie kann versiegen. Wenn Moorboden austrocknet, schwindet er unwiederbringlich. Die gute Nachricht: Es gibt erprobte Wege, ihn trotz landwirtschaftlicher Nutzung zu erhalten.
„Wann fangen wir an?“ – Diese Frage stellt Anna Kochs Arbeit eindringlich. Die wissenschaftlichen Szenarien zeigen, dass wir den Verlust stoppen und zugleich unser Klimaziel unterstützen können – wenn wir jetzt handeln.
Die ARGE hat die Masterarbeit fachlich begleitet und unterstützt Betriebe bereits bei ersten Umstellungsprojekten. „Dass eine von uns betreute Arbeit nun ausgezeichnet wird, bestätigt unsere Strategie und motiviert uns, gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten, Kommunen und Politik die nächsten Schritte zu gehen,“ betont Geschäftsführer Dr. Raphael Rehm.

Mit ihrer Analyse zum Torfverlust und den Treibhausgaseffekten verschiedener Landnutzungen im Schwäbischen Donaumoos zeigt die ausgezeichnete Arbeit von Anna Koch, dass gezielte Wiedervernässung und Paludikultur jährlich über 40 000 t CO₂ einsparen können – ein starkes Signal in Zeiten anhaltender Hitze- und Trockenrekorde.