Studierende der Universität Ulm unterstützen Naturschutzpflege im Schwäbischen Donaumoos

06. Juli 2026

Am 6. Juli durfte die Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos eine Exkursionsgruppe des Moduls „Angewandter Naturschutz“ der Universität Ulm im Donaumoos begrüßen. Rund 15 Studierende nutzten die Gelegenheit, einen Einblick in die praktische Naturschutzarbeit zu erhalten und selbst aktiv mit anzupacken.

Nach einer kurzen Einführung in die Projekte und Ziele der ARGE stand eine konkrete Pflegemaßnahme auf einer artenreichen Feuchtwiese im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden junge Faulbäume geknickt, um deren Ausbreitung gezielt einzudämmen. Durch das Knicken bleiben die Gehölze zunächst stehen und sterben langsam ab. Diese schonende Methode ermöglicht es, die Verbuschung zurückzudrängen, ohne die Fläche vollständig mähen zu müssen.

Gerade auf artenreichen Wiesen ist dies von besonderer Bedeutung. Eine flächige Mahd würde zahlreiche wertvolle Pflanzenarten beeinträchtigen. So bleibt beispielsweise der Große Wiesenknopf erhalten, der als Futter- und Wirtspflanze für den streng geschützten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling unverzichtbar ist. Durch die gezielte Pflege können wertvolle Lebensräume erhalten und gleichzeitig die Offenlandbereiche langfristig gesichert werden.

Die Pflegemaßnahme bot den Studierenden die Möglichkeit, naturschutzfachliche Zusammenhänge unmittelbar in der Praxis zu erleben. Gleichzeitig leisteten sie mit ihrem Einsatz einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Schwäbischen Donaumoos.

Die Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos bedankt sich herzlich bei den Studierenden sowie bei Dr. Daniel Einfalt und dem Botanischen Garten der Universität Ulm für die engagierte Zusammenarbeit. Der Austausch zwischen Wissenschaft, Lehre und Naturschutzpraxis ist ein wichtiger Baustein, um die Herausforderungen des Moorschutzes auch künftig erfolgreich zu bewältigen.

Studierende der Universität Ulm unterstützen Naturschutzpflege im Schwäbischen Donaumoos
Studierende der Universität Ulm unterstützen Naturschutzpflege im Schwäbischen Donaumoos

Studierende der Universität Ulm unterstützten die ARGE Schwäbisches Donaumoos bei einer Naturschutzpflegemaßnahme. Durch das gezielte Knicken von Faulbäumen bleiben artenreiche Feuchtwiesen mit seltenen Pflanzen und Lebensräumen, etwa für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling, erhalten.

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