Vom Nasslagerplatz zum Fledermaushabitat
18. Mai 2026
Submissionsplatz im Leipheimer Auwald wird Teil des FleKuCo-Projekts
Fledermäuse sind auf eine große Insektenvielfalt angewiesen. Hier setzt das das Projekt des Nationalen Artenhilfsprogramms „Fledermausschutz durch Kuh und Co.“ (FleKuCo) an: Durch extensive Beweidung entstehen strukturreiche Lebensräume mit einem besonders hohen Insektenreichtum – ideale Jagdgebiete für gefährdete Fledermausarten. Ein wichtiger Baustein des Projekts ist der Submissionsplatz im Leipheimer Auwald, auf dem heute Dexter- und Angus-Rinder im Einsatz sind.
Durch die extensive Beweidung entsteht ein abwechslungsreiches Mosaik aus kurzrasigen Bereichen, höherer Vegetation und offenen Bodenstellen. Gleichzeitig bieten der Dung der Weidetiere zahlreichen Insektenarten einen Lebensraum und steigert somit deutlich das Nahrungsangebot für Fledermäuse. Untersuchungen zeigen, dass Fledermäuse bevorzugt über extensiv beweideten Flächen jagen. Von dieser Entwicklung profitieren zugleich Wildbienen, Heuschrecken, Amphibien, Reptilien und viele Vogelarten.
Im Rahmen von FleKuCo wird die Fläche langfristig naturschutzfachlich weiterentwickelt. Ergänzend zur Beweidung sind strukturverbessernde Maßnahmen vorgesehen, beispielsweise die Anlage bzw. Entwicklung von Gehölz- und Saumstrukturen, um die Habitatqualität für Fledermäuse und andere Arten weiter zu erhöhen und den Biotopverbund im Leipheimer Auwald zu stärken.
Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der ARGE Donaumoos, den Bayerischen Staatsforsten und regionalen Weidetierhaltenden. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich Naturschutz, Forstwirtschaft und Landwirtschaft verbinden lassen, um den Rückgang der Insektenvielfalt einzudämmen und dauerhaft bessere Lebensbedingungen für gefährdete Fledermausarten zuschaffen.
Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms (nAHP) gefördert.

Der Submissionsplatz im Leipheimer Auwald wird Teil von FleKuCo. Dexter- und Angus-Rinder schaffen durch extensive Beweidung insektenreiche Lebensräume – und damit bessere Jagdgebiete für Fledermäuse sowie wertvolle Habitate für viele weitere Arten.
Das Verbundprojekt "Fledermausschutz durch Kuh und Co." wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms (nAHP) gefördert.
Diese Website gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers des Nationalen Artenhilfsprogramm wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen.

