Start für „Fledermausschutz durch Kuh und Co.“ (FleKuCo)
02. März 2026
Bundesprojekt verbindet Fledermausschutz, Artenvielfalt und nachhaltige Beweidung
Mit den „Fledermausweiden“ im Schwäbischen Donaumoos startet die Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos e.V. ein neues Naturschutzprojekt, das Lebensräume für gefährdete Fledermäuse verbessert und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu Moor-, Klima- und Artenschutz leistet. Das Vorhaben ist Teil des Verbundprojekts „Fledermausschutz durch Kuh und Co.“ (FleKuCo), und wird im Schwäbischen Donaumoos umgesetzt.
Auf rund 100 Hektar entstehen in den kommenden Jahren extensive Weideflächen mit robusten Rindern, Wasserbüffeln und anderen Weidetieren. Ergänzt werden diese durch die Wiedervernässung ausgewählter Flächen, die Anlage von Gewässern und Gehölzstrukturen sowie die Installation von Fledermausquartieren. Ziel ist es, die Insektenbiomasse zu erhöhen und damit das Nahrungsangebot für Fledermäuse nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig profitieren zahlreiche weitere Tiergruppen von den Maßnahmen - darunter Amphibien, Libellen, Wiesenvögel und Wildbienen.
„Naturschutz und Landwirtschaft können hervorragend zusammenarbeiten“, betont Projektleiter Dr. Raphael Rehm. „Extensive Beweidung schafft strukturreiche Lebensräume, fördert die biologische Vielfalt und trägt dazu bei, Wasser länger in der Landschaft zu halten. Damit leisten wir gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Entwicklung einer widerstandsfähigen Kulturlandschaft.“
Das Projekt baut auf den langjährigen Erfahrungen der ARGE Donaumoos in den Bereichen Wiedervernässung, extensive Beweidung und Landschaftspflege auf. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit Landwirt*innen, Flächeneigentümer*innen, Kommunen und Naturschutzbehörden. Während der Projektlaufzeit sind außerdem Führungen und Informationsveranstaltungen geplant, um die Maßnahmen der Öffentlichkeit vorzustellen.
Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms (nAHP) gefördert.

Im Schwäbischen Donaumoos entstehen auf rund 100 Hektar „Fledermausweiden“. Extensive Beweidung, Wiedervernässung, Gewässer und neue Quartiere fördern Fledermäuse, Insekten und viele weitere Arten – und stärken zugleich Moor- und Klimaschutz. Foto: Wolfgang Lissak
Das Verbundprojekt "Fledermausschutz durch Kuh und Co." wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms (nAHP) gefördert.
Diese Website gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers des Nationalen Artenhilfsprogramm wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen.

