Bildungsnetzwerk Aue

Infozentren mit Ausstellungen und/oder Bildungsarbeit zum Thema Aue

Zum ersten Mal traf sich das "BildungsNetzwerkAue" im September 2010 im NaturForum Bislicher Insel bei Xanten. Vertreter aus Umweltbildungseinrichtungen mit fluss- und auenökologischem Schwerpunkt eruierten den Bedarf und konkrete Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Bereich der auenbezogenen Umweltbildung.

Am Ende der Veranstaltung wurde eine Kooperationsvereinbarung zum Aufbau des „BildungsNetzwerk Aue“ getroffen.

Die Unterzeichner der Vereinbarung bekunden die Absicht einen regelmäßigen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch über praktische Bildungsangebote mit Bezug zu Auenökologie, Biodiversität in Auen, Natur- und Artenschutz und Prozessschutz in Auen sowie nachhaltiger Auennutzung zu organisieren.

Die ARGE Donaumoos ist mit ihrem Partner dem mooseum Teil des Bildungsnetzwerks Aue

Sie tun dies aus der Überzeugung, dass die verbliebenen dynamischen Auen-Ökosysteme in ganz besonderer Weise einer kreativen Umweltbildungsarbeit bedürfen. Sie soll Verständnis und Akzeptanz in einer breiten Öffentlichkeit bzgl. Auenrenaturierungsmaßnahmen bzw. Auenredynamisierung vermitteln.

Die vielerorts begonnenen oder erfolgreich realisierten Redynamisierungsprojekte von Flussabschnitten können dabei veranschaulichen, wie die in der Vergangenheit vielfach überformten Flüsse und Auen einen zukunftsfähigen Neustart erhalten können – zur Erhaltung und Entwicklung der Biodiversität und der vielfachen Wohlfahrtswirkungen dieser Ökosysteme.

 

Naturnahe Auenbereiche bieten als multifunktionale Ökosysteme für die Menschen vielfältige Dienstleistungen wie:

  • Naturnahen Hochwasserrückhalt,
  • ästhetische Räume für landschaftsgebundene extensive Erholung,
  • hot-spots der Biodiversität,
  • wichtige Lebensräume und Wanderkorridore im Gewässer-Auen-Verbund,
  • Grundwasseranreicherung und –filterung,
  • Nährstoff- und Sedimentrückhalt
  • CO2-Speicherung 

 

Die im „BildungsNetzwerk Aue“ Kooperierenden streben an:

  • einen kontinuierlichen Wissenstransfer zur Auenökologie, insbesondere von aktuellen Ergebnissen aus eigenen oder begleiteten Forschungen, Redynamisierungs- und Monitoring-Projekten
  • die Präsentation erfolgreicher Naturschutzprojekte in Auen
  • einen ausführlichen Erfahrungsaustausch über bewährte und über zu erprobende, didaktische Ansätze und Methoden im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Auen
  • eine gegenseitige Unterstützung bei überregionalen Aktionen und Initiativen zur Verbesserung der Fließgewässer und ihrer Auen.