• Brenzaue

  • Brenzaue

  • Brenzaue

Das Projektgebiet Brenzaue

Gebietsbeschreibung

Das Projektgebiet liegt nordöstlich angrenzend ans Gundelfinger Moos und reicht über die Brenz zwischen Bächingen und Gundelfingen bis etwa kurz vor Sontheim und Medlingen. Es umfasst ca. 1.400 ha, davon sind etwa 1.000 ha landwirtschaftlich genutzt.

Es handelt sich um eine Niederung ähnlich dem Gundelfinger Moos, mit allerdings nur teilweise anmoorigen Böden mit historisch geprägt viel Grünlandnutzung. Heute überwiegt Ackerbau, häufig mit Gemüsekulturen. Nur am Nordrand wegen Hangdruckwasser gibt es noch regelmäßig hohe Bodenfeuchtigkeiten - dort liegen auch noch die meisten Grünlandstandorte. Das Grabensystem ist nur temporär wasserführend.

Untenstehend sind die Ziele, die naturschutzfachliche Bedeutung des Gebietes, die Maßnahmen, der Stand der Umsetzung, die nächsten Schritte und die bisherigen Erfolge kurz dargestellt:

Projektträger

Unsere Förderer

Ziele

Die landschaftsökologisch wertvolle Brenzaue soll als typische Wiesenaue unter besonderer Berücksichtigung der Ansprüche der Wiesenvogelfauna erhalten und entwickelt werden:

  • naturschutzfachliche Umgestaltung von Gräben und Umwandlung temporär wasserführender in ganzjährig wasserführende
  • Mehrung von Grünland, partiell mit temporären Feuchtflächen,
  • ökologische Umgestaltung der Brenz.

<<< zurück nach oben

Leitbild

Erhaltung und Entwicklung einer offenen, ökologisch intakten Ried- und Flußlandschaft mit naturschutzverträglicher Landbewirtschaftung

Maßnahmen

  • partielle Uferabflachungen von Gräben
  • Etablierung von Grünland mit Feuchtmulden
  • Einspeisung von Wasser aus der Brenz in zeitweise wasserführende Gräben
  • Freistellen von Brenz-Altarmen, Initiierung von Flussdynamik, Uferabflachungen in Abstimmung mit der Wasserwirtschaftsverwaltung
  • Öffentlichkeitsarbeit:

    • Problem- und Zieldarstellung auf Führungen und Gemeinderatssitzungen
    • seit 1998 in der Infobriefreihe „Was ist los im Donaumoos"
    • seit 2003 im „mooseum - Forum Schwäbisches Donautal" in der Dauerausstellung, bei Veranstaltungen und Führungen

Haupt-Finanzquellen:

Staatsvertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Freistaat Bayern vom 22 Juli 1992 (1991 - 2009)
mehr >>>

Bayerische Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien
mehr >>>

Life-Projekt Schwäbisches Donautal von 2006 bis 2011
mehr >>>

Biodiv.-Projekt der Regierung von Schwaben ..... von .... bis ...
mehr >>>

Gelder der Bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung

Bisherige Ausgaben

(Stand Ende 2015; über ARGE Donaumoos verwaltet, ohne WWA)

Biotopmanagement ca. 417.000 €

Grunderwerb ca. 125.000 €

Stand der Umsetzung

  • Umwandlung von 10 ha Acker in Grünland mit naturschutzfachlichem Nutzungsregime
  • Anlage von ca. 2,6 ha Feuchtflächen und ökologische Gestaltung ca. 1,6 km Gräben
  • Freistellen von Altarmen durch Entbuschung und Entfernung von Hybridpappeln mit Pflege und Entwicklung von Feuchtbiotopen
  • Entwicklung eines Maßnahmenkonzeptes für die Brenzaue in enger Kooperation mit der Wasserwirtschaftsverwaltung
  • Grundstückserwerb und -tausch von ca. 2,5 ha für das WWA Donauwörth vermittelt und vorbereitet zur Realisierung der Brenz-Renaturierung
  • Grobplanung für die Einleitung von Brenzwasser in „Schloßgraben" und „Schloßwiese"
  • Entwicklung und Beginn der Umsetzung eines Beweidungskonzeptes für verschiedene Biotopflächen, insbesondere das sog. „Kellerbiotop" mit situationsbedingt angepassten, verschiedenen Weidetierrassen
  • Beteiligung und Mitarbeit an der Neukonzeption des Brenzufer-Pfades des mooseums mit Quizlauschtour für Kinder und Jugendliche

<<< zurück nach oben

Projektpartner

  • Regierung von Schwaben
  • Bauernverband Dillingen und örtliche Landwirte
  • Bund Naturschutz Ortsgruppen Gundelfingen und Dillingen
  • Landkreis Dillingen
  • Fachbehörden Naturschutz, Wasserwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft Dillingen, Krumbach und Augsburg
  • Amt für ländliche Entwicklung Schwaben, Krumbach
  • Verein für Gartenbau, Heimat und Umwelt Bächingen
  • Stadt Gundelfingen
  • Gemeinden Bächingen und Medlingen
  • viele Experten und Privatpersonen

nächste Schritte

  • Schaffung weiterer feuchter Grünlandflächen
  • dauerhafte Etablierung der Beweidung einzelner Biotopflächen
  • weitere Uferabflachungen an Gräben
  • zeitweilige Wasser-Zuleitung aus der Brenz in den „Schloßgraben"

Die zukünftige Maßnahmenumsetzung ist nach Abschluss des EU-Life-Projektes im März 2011 finanziell noch ungesichert. Große Hoffnungen ruhen auf der Zusammenarbeit mit dem WWA Donauwörth (mehr >>>).

<<< zurück nach oben

bisherige Erfolge

  • Erhalt von (feuchten) Nahrungsflächen für den Weißstorch und für durchziehende Watvögel
  • Etablierung einer extensiven Feuchtflächenbeweidung im alten "Storchenbiotop" im Bächinger Keller mit Ziegen, Wasserbüffeln und anderen geeigneten Tierrassen

<<< zurück nach oben

Flachmulden und Grabenaufweitungen in der Brenzaue (im Hintergrund Medlingen)
Storchenpaar auf dem Kamin des Bächinger Schlosses